Nicht jede Urlaubsbeschäftigung ist verboten

In der Urlaubszeit anderweitig einer Tätigkeit nachzugehen ist nicht zwangsläufig untersagt.

Gemäß § 8 BurlG darf Ihr Mitarbeiter während des Urlaubs auch keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, die dem Urlaubszweck widerspricht. Trotzdem ist nicht jede Urlaubsbeschäftigung verboten oder gar ein Kündigungsgrund: Verboten sind während des Urlaubs vor allem ganztägige bezahlte Tätigkeiten bei anderen Unternehmen (z.B. Aushilfstätigkeit eines Gärtners in einer Gärtnerei, Durchführung eines Seminars durch eine Sozialpädagogin oder auch die Tätigkeit als Aushilfskellner im Ferienhotel).
Urlaubsanspruch: Gefälligkeitsarbeiten im Urlaub sind erlaubt

Erlaubt sind hingegen

1. Gefälligkeitsarbeiten bei Nachbarn oder Verwandten oder auch die Arbeit am eigenen Haus,
2. Nebentätigkeiten, die als Ausgleich zum Beruf gesehen werden können (z.B. Arbeit in der Landwirtschaft durch einen kaufmännischen Angestellten), sowie
3. Nebentätigkeiten, die der Mitarbeiter auch ohne Urlaub mit Ihrer Erlaubnis ausüben würde.

Urlaubsanspruch: Urlaubskürzung wegen Beschäftigung nicht zulässig

Beachten Sie: Geht Ihr Mitarbeiter während des Urlaubs einer unzulässigen Erwerbstätigkeit nach, können Sie verlangen, dass er diese einstellt, ihn abmahnen und im Wiederholungsfall kündigen. Sie dürfen wegen der unzulässigen Beschäftigung aber weder die Urlaubsvergütung noch den Urlaub kürzen.


Infoquelle: bwr-media.de

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