Zweites Opferrechtsreformgesetz gebilligt

Nachdem nun auch der Bundesrat das zweite Opferrechtsreformgesetz gebilligt hat, haben Opfer von sexueller Nötigung oder Zwangsheirat künftig mehr Rechte. Unter anderem wurden die Möglichkeiten für eine Nebenklage der Opfer erweitert, was Opfer des sexuellen Missbrauch, des Raubes oder der Zwangsheirat erlaubt, auch als Nebenkläger aufzutreten. Zudem wurde der Betroffenenkreis erweitert, der einen kostenlosen Opferanwalt bestellen kann.

Außerdem wurde die Altersgrenze für minderjährige Opfer von 16 auf 18 Jahre heraufgesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Kinder und jugendliche Zeugen unter Umständen nicht öffentlich aussagen. Stattdessen können ihre Aussagen vom Gericht aufgezeichnet werden.

Mehr Rechte erhalten außerdem Opfer von Genitalverstümmelung. Erst mit der Volljährigkeit der Opfer setzt, wie beim sexuellen Missbrauch, die zehnjährige Verjährungsfrist ein, damit Betroffene auch nach dem Eintritt in die Volljährigkeit die Möglichkeit zu einer Anzeige haben.

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