Reiserücktritt bei Schweinegrippe Gebieten

Diejenigen, die beruflich oder privat eine Reise in eine Gegend planen, die derzeit stark von der Schweinegrippe betroffen ist, fragen sich häufig, ob und wie sie von ihrer Reise zurücktreten können und welche finanziellen Folgen dies hat.

Ein Kündigungsrecht ohne Entschädigungspflichten besteht nur, wenn die Reise infolge nicht vorhersehbarer höerer Gewalt erschwert, gefährdet oder beeinträchtig wird. Anerkannt als höhere Gealten werden: Krieg, politische oder innere Unruhen im Reiseland, Naturkatastrophen und generell Epidemien.

Jedoch reicht selbst die nun ausgerufene Pandemiestufe 6 nicht aus, um eine Reise ohne Entschädigung zu stornieren. Dies funktioniert erst dann, wenn das auswärtige Amt eine offizielle Reisewarnung für ein Land oder eine Region ausgibt.

Um das Kostenrisiko bei einer Stornierung dennoch möglichst gering zu halten, kann man sich auf das sog. "Hurrikan-Urteil" berufen. Dies garantiert ein Kündigungsrecht, wenn bei Reisenantritt mit einer Schädigung für Leib und Seele bei erheblicher Wahrscheinlicheit zu rechnen ist. Teils sind jedoch auch Reiseveranstalter so kulant und lassen ohne Entschädigungen stornieren.

Auch eine gewöhnliche Reiserücktrittsversicherung hiflt in solchen Fällen nicht weiter. Jene könnte nur bei direkter Betroffenheit des Reisenden in Anspruch genommen werden.

Auch wenn sich ein Reisender direkt vor Ort infiziert, kann es Probleme geben. Bspw. in Form von Zusatzkosten für Hotels oder Flüge. Nur über eine extra abgeschlossene Reiserücktrittsversicherung sind solche Fälle abgedeckt, ansonsten hat man dafür selbst aufzukommen.

Infoquelle: 123recht.de

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