Arbeitsrecht: Frankfurt - Gefälschte Unterschrift führt nicht immer zur Kündigung

Aus einem Urteil des Frankfurter Arbeitsgerichtes geht hervor, dass die Fälschung einer Unterschrift nicht zwangsläufig eine Kündigung rechtfertigt, auch wenn es sich hierbei möglicherweise um eine Straftat handelt.

Der zugrundeliegende Fall drehte sich um einen Sparkassen-Teamleiter, der sich sein Arbeitszeugnis selbst geschrieben hatte, um sich bei einem Giroverband als Organisationsleiter zu bewerben. Hierzu ergänzte er den ursprünglichen Text auf einem Blanko-Formular und kopierte die Unterschrift des Vogesetzten darunter.

Wenig später wurde dieses Zeugnis seinem Geschäftsführer zugespielt, was eine fristlose Kündigung zur Folge hatte. Der "Gefeuerte" legte daraufhin Klage gegen die Sparkasse ein, die auch stattgegeben wurde. Das Urteil besagt, dass der Vorgesetzte den Arbeitnehmer weiterhin beschäftigen muss. Da der Vorfall keiner Einfluss auf die "betriebliche Verbundenheit" der Mitarbeiter oder die Arbeitsleistung des Teamleiters hatte, ist es laut Arbeitsrecht als Kündigungsgrund nicht ausreichen und kann lediglich als "außerdienstliches Fehlervhalten" gewertet werden.

Fachanwalt für Arbeitsrecht München
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